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NEWS

Veröffentlichung | 13.10.2017

RWE Power legt neue Abbauplanung vor
Die Abbaufläche des Tagebaus Garzweiler II wird rund zehn Quadratkilometer kleiner

Holzweiler muss von der Umsiedlung ausgenommen werden. Das war im Kern die Forderung der alten NRW-Landesregierung, die sie im Sommer 2016 in ihrer Leitentscheidung zum Tagebau Garzweiler II aufgestellt hat. Heute (Freitag, 13. Oktober) hat Michael Eyll-Vetter, Leiter der Tagebauentwicklung bei RWE Power, dem Braunkohlenausschuss bei einer Klausurtagung in Inden den Entwurf der geänderten Abbau- und Rekultivierungsplanung vorgelegt. Bei einer anschließenden Pressekonferenz berichteten der Ausschuss-Vorsitzende Stefan Götz und die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken über den weiteren Gang des Verfahrens.

Demnach wird die Abbaufläche des Tagebaus Garzweiler II rund zehn Quadratkilometer kleiner; die Schaufelradbagger werden nur noch 38 Quadratkilometer Land in Anspruch nehmen. Der wegen des Massendefizits anzulegende Tagebausee verkleinert sich um circa 160 Hektar auf jetzt 2.140 Hektar oder 21,4 Quadratkilometer. Die über Jahrzehnte mit Wasser zu füllende Seemulde wird sich im Südteil in einem 400 Meter breiten Abstand teilweise um den Erkelenzer Stadtteil Holzweiler ziehen. Die gegenüberliegenden Seeufer stoßen im Norden an Wanlo und im Westen an Erkelenz-Kückhoven.

Tagebauentwickler Eyll-Vetter: „Für uns als Bergbauunternehmen ist es wichtig, dass die neue Planung uns akzeptable wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Gewinnung und Nutzung der Braunkohle bietet. Dass wir 400 Millionen Tonnen Braunkohle und die damit verbundene Wertschöpfung verlieren, ist für uns schmerzlich. Wegen der Verluste an Kaufkraft und Steuern gilt das sicher auch für die Region. Ich bin mir aber sicher, dass die Planung, die jetzt auf dem Tisch liegt, die Belange aller Beteiligten sehr gut unter einen Hut bringt.“

Bei der Umsetzung der Leitentscheidung in eine geänderte Braunkohlenplanung stehen auch die Perspektiven für die Region und besonders für den Erkelenzer Ortsteil Holzweiler im Vordergrund. „Mit der neuen Planung werden Stadt und Bürger gut fahren“, berichtete Michael Eyll-Vetter. Auch die Autobahn A 61 soll zwischen den Kreuzen Wanlo und Jackerath wieder in etwa auf der alten Trasse entstehen; sie wird in rund einem Jahr erst einmal abgetragen, damit der Tagebau Garzweiler weiter westwärts wandern kann. Der Tagebau Garzweiler liefert jährlich rund 35 Millionen Tonnen Braunkohle. Aus ihr werden rund 15 Prozent des Stroms in Nordrhein-Westfalen erzeugt. RWE Power ist überzeugt davon, dass die Braunkohle mit ihren flexiblen Kraftwerken noch viele Jahrzehnte zur Sicherung der Stromversorgung benötigt wird; je größer der von Natur aus schwankende Beitrag der Erneuerbaren zur Stromversorgung wird, desto stärker wird Deutschland auf zuverlässig verfügbare, flexible konventionelle Kraftwerksleistung angewiesen sein. Der Braunkohlenausschuss ist das parlamentarische Regionalgremium für die Genehmigung von Tagebauen und hat seine Geschäftsstelle bei der Bezirksregierung Köln. Er hatte Anfang März das Verfahren zur Änderung der gültigen landesplanerischen Genehmigung für den längst laufenden Tagebau Garzweiler II gestartet. Damit sollen die politischen Vorgaben der Landesregierung in eine konkrete Planung gegossen und erneut verabschiedet werden. Was RWE-Tagebauentwickler Eyll-Vetter dem Gremium heute vorstellte, ist eine ausgereifte und extern-fachlich abgeprüfte Arbeitsgrundlage, aber noch keine Grundlage einer Genehmigung.



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