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NEWS

Veröffentlichung | 09.11.2017

Grüne fordern mehr Ökostrom: Widerstand im Stadtrat
Die Grünen fordern, dass die Stadt nur noch Ökostrom bezieht. FDP und SPD wehren sich

Foto dpa.

Eschweiler. Wenn im Rathaus die Lampen angehen und die Rechner rattern, kommen 70 Prozent des dafür eingesetzten Stroms aus konventionellen Kraftwerken. 30 Prozent sind Ökostrom.

Nicht nur für die Grünen ist dies in Zeiten der Energiewende nicht mehr der richtige Mix: Die Grünen beantragten jetzt, den seit 2012 geltenden Vertrag bis Ende des Jahres zu kündigen und – bei einjähriger Kündigungsfrist – ab Januar 2019 nur noch Ökostrom zuzulassen.

Bei der Verwaltung fanden sie offene Ohren – auch wenn der Verzicht auf Normalstrom die Stadt teurer käme: „Der Strommix aus 70 Prozent Normalstrom und 30 Prozent Ökostrom spiegelt nicht mehr die stetigen Bemügungen um den Klimaschutz, die CO2-Einsparungen und die Nachhaltigkeit der Stadt wider und wird der Vorbildfunktion einer Kommune nicht gerecht“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung zu diesem Thema, das den Rat am Mittwochabend beschäftigte. Ökostrom aus Bestandsanlagen schlägt mit einem Plus von maximal 0,2 Cent zu Buche, Ökostrom aus Neuanlagen dagegen kostet 0,5 bis 1 Cent je Kilowattstunde mehr. Bei Nutzung von Strom aus Bestandsanlagen müsste die Stadt, die im vergangenen Jahr 5.859.821 Kilowattstunden verbrauchte, etwa 5900 Euro mehr zahlen.

Nicht nur FDP-Sprecher Ulli Göbbels wehrte sich vehement gegen das Umswitchen auf 100 Prozent Ökostrom: „Auf keinen Fall! Nicht solange noch Eschweiler Bürger im Tagebau und im Kraftwerk ihr Geld verdienen und die Stadt Gewerbesteuer kassiert!“ Abgesehen davon sei eine reine Ökostromnutzung ohnehin nicht realisierbar, betonte Göbbels: „Wir benötigen derzeit 60 bis 70 Prozent konventionellen Strom. Wer das negiert. handelt entweder rein ideologisch oder kann nicht lesen!“

Auch die SPD konnte sich mit einer ausschließlichen Ökostrom-Nutzung nicht anfreunden. „Wir sind ein Braunkohlestandort, jeder hier ist auf die eine oder andere Weise über Verwandten oder Bekannte mit den Kraftwerk verbunden und weiß von der Verunsicherung, die dort herrscht. Bei allem Verständnis für ökologische Belange: Wir haben hier eine besondere Gemengelage. Energiewende wird in Berlin gemacht – wir als Stadtverordnete sollten für unsere Bürger in Eschweiler da sein“, betonte Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt. Ihr Vorschlag: ein Mix aus 50 Prozent konventionellem und 50 Prozent Ökostrom. Ein Vorschlag, dem sich auch die CDU anschloss.

Grüne-Sprecher Dietmar Widell verzichtete auf eine Stellungnahme zur strikt ablehnenden Haltung der FDP zur grünen 100-Prozent-Forderung: „Zu Göbbels sage ich jetzt gar nichts. Das hat ja eh keinen Zweck.“ Spontaner Kommentar von Bürgermeister Rudi Bertram: „Jamaika lässt grüßen...“

Von: rpm AZ/AN

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