Termine

12.07.2018 | 18.00 Uhr
Treffen der BI Wind
in Weisweiler-HĂŒcheln

28.06.2018 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Bau- und Planungsangelegenheiten, 26. Sitzung
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

26.06.2018 | 18.30 Uhr
Rat der Gemeinde Langerwehe, Sondersitzung
in BĂŒrgerhaus Pier, 52379 langerwehe

03.07.2018 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Kultur, Naherholung und Umweltangelegenheiten
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

04.07.2018 | 18.00 Uhr
Haupt- und Finanzausschuss
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

Kontakt

FDP Ortsverbände

Langerwehe
Karl-Arnold-Straße 27
52379 Langerwehe

Telefon: 02423-3718
FAX: 02423-9099927
E-Mail:
rudi.frischmuth@t-online.de


Nörvenich
Oberstraße 17
52388 Nörvenich

Telefon: 02426-902206
FAX: 02426-902206
E-Mail:
ingola-schmitz@t-online.de


NEWS

Veröffentlichung | 11.12.2017

Integration und Lehrermangel: Grundschulen vor großen Herausforderungen
Viele Grundschulen in NRW klagen ĂŒber schlechte Rahmenbedingungen.

DĂŒsseldorf/Essen. Dilan Neumann hat drei KĂ€rtchen an die Tafel geklebt. Ein rotes und ein blaues Schulheft, Bleistift, Spitzer und Radiergummi sind darauf gemalt - so wĂŒssten die Kinder, was sie als nĂ€chstes fĂŒr den Unterricht brĂ€uchten, erklĂ€rt die Lehrerin, die an der Maria Kunigunda Grundschule im Essener Stadtteil Karnap unterrichtet. Denn Bilder verstehen die meisten Kinder: Über die HĂ€lfte der SchĂŒler hier hat Migrationshintergrund, mindestens ein Drittel kommt aus sozial schwachen Familien. Mehr als jedes fĂŒnfte Kind ist ein FlĂŒchtlingskind.

Der unterschiedliche Hintergrund der SchĂŒler stellt die Lehrer vor Herausforderungen. Teilweise sĂ€ĂŸen bis zu 28 Kinder in den Klassen - zu viel, findet der Schulrektor, Udo Moter. Neben Lehrern fehlten psychologische FachkrĂ€fte, Klassenassistenten und ausreichend RĂ€ume, um auf alle BedĂŒrfnisse eingehen zu können. Zuletzt sei auch noch die Sprachförderlehrerin an eine andere Schule abgeordert worden. Seit knapp zwei Jahren appelliert Moter mit den anderen Schulleitern im Essener Norden an die Politik.

„Man möchte ja gerne schnell erklĂ€ren und helfen” - aber Übersetzen etwa koste Zeit, berichtet Neumann aus dem Arbeitsalltag in Essen. Aufgaben mĂŒsse sie differenzierter stellen. Nach dem Unterricht geht die Arbeit weiter: AntrĂ€ge mĂŒssten ausgefĂŒllt werden, damit Kinder mit Förderbedarf die nötige UnterstĂŒtzung erhielten. Das Bild des Lehrers, der vor der Klasse stehe und unterrichte - „das ist nicht mehr so, wie es frĂŒher mal war”. Sie und ihre Kollegen stĂŒnden jetzt vor zahlreichen neuen und vielfĂ€ltigeren Aufgaben.

In ganz Nordrhein-Westfalen klagen Grundschulen ĂŒber Probleme, wenn auch mit regionalen Unterschieden. Lehrermangel, Unterrichtsausfall, zu große Klassen und immer mehr SchĂŒler mit Förderbedarf - die Lehrer stĂŒnden vor Aufgaben, „die schlicht kaum noch leistbar sind”, sagt der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung in NRW (VBE), Stefan Behlau. „Der Schuh drĂŒckt ĂŒberall.”

Im Oktober startete der VBE eine Online-Petition fĂŒr bessere Rahmenbedingungen an Grundschulen, die bis Freitagabend knapp 15.000 Unterschriften zĂ€hlt. Grundschulen in NRW seien seit Jahren unterfinanziert, heißt es darin. „Wir fordern die Landesregierung auf, kurzfristig einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorzulegen.”

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte im Oktober - nach dem schlechten Abschneiden der NRW-GrundschĂŒler in Mathe und Deutsch bei einer IQB-Studie - eine Reform des Unterrichts angekĂŒndigt. Der „Masterplan Grundschule” werde nach und nach erarbeitet, erklĂ€rte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

Nach wie vor wĂŒrden Grundschullehrer schlechter bezahlt als die Kollegen am Gymnasium, bemĂ€ngelt der VBE - obwohl an der Grundschule mit 28 Stunden die höchste Unterrichtsverpflichtung herrsche. Die Differenz liege zwischen 500 und 600 Euro pro Monat, sagt Behlau.

Schon die Studenten achteten sehr genau darauf, „was am Ende dabei rumkommt.” Die Folge: „Es kommen nicht genĂŒgend Absolventen”, sagt Behlau. Auch die StudienbeschrĂ€nkungen seien zu hoch - in Köln beispielsweise liege der NC bei 1,3.

„Es kommen keine Bewerber”, berichtet Schulrektor Moter von den letzten Einstellungsrunden an seiner Essener Grundschule. „Oder es kommen ein paar lustlose Bewerber, die 50 andere Stelleangebote haben und das Stellenangebot ablehnen.”

LĂ€ngst stellen Grundschulen deshalb sogenannte Seiteneinsteiger ein - also FachkrĂ€fte ohne pĂ€dagogische Ausbildung. Diese könnten jedoch nicht eingesetzt werden wie ausgebildete Grundschullehrer, findet Moter. „Was wir jetzt brauchen sind vor allem mehr originĂ€r ausgebildete LehrkrĂ€fte an den Schulen„, fordert auch Behlau.

„An sich ist das ein Beruf, der sehr erfĂŒllend ist”, findet Grundschullehrerin Neumann. Ihre Kollegen seien sehr motiviert - ebenso die SchĂŒler. „Die Kollegen nehmen die Herausforderung an, kĂ€mpfen mit den Kindern fĂŒr die Kinder und die Ausbildung der Kinder.”

Von: Antonia Hofmann, dpa

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/integration-und-lehrermangel-grundschulen-vor-grossen-herausforderungen-1.1780526

Diese Website ist Barrierefrei programmiert. Es ist möglich, dass sie einen Browser nutzen,
der diese Art der Programmierung nicht unterstützt. Bitte haben Sie Verständnis.
Wir empfehlen Ihnen die Nutzung des kostenlosen Browsers Firefox von Mozilla.