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Treffen der BI Wind
in Weisweiler-HĂŒcheln

29.11.2018 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Bau- und Planungsangelegenheiten, 26. Sitzung
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

13.12.2018 | 18.30 Uhr
Rat der Gemeinde Langerwehe, Sondersitzung
in BĂŒrgerhaus Pier, 52379 langerwehe

28.11.2018 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Kultur, Naherholung und Umweltangelegenheiten
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

26.11.2018 | 18.00 Uhr
Haupt- und Finanzausschuss
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

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Indelandgesellschaft "Gemeinsam Raum gestalten",
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NEWS

Veröffentlichung | 04.11.2018

Diskussionsabend im Medienhaus Aachen
Hambacher Forst: Die beiden Lager kommen ins GesprÀch
Foto: Rudi Freischmuth



AACHEN Als die Veranstaltung beginnt, wissen die beiden MÀnner nichts voneinander. Eine Zufallskonstellation. Professor Dr. Helmut Alt und Kay Neumann sitzen nebeneinander, aber sie kennen sich nicht. Das wird sich im Laufe der nÀchsten Stunden etwas Àndern, als es um den Hambacher Forst und den Umgang mit der Braunkohle geht.

VON CHRISTOPH PAULI

Das Thema fĂŒllt hunderte Zeitungsspalten, Leserbriefseiten und digitale BriefkĂ€sten. Vermutlich gibt es derzeit kein anderes Thema, das die Region und damit naturgemĂ€ĂŸ auch die Tageszeitungen so bewegt. Das war der Anlass fĂŒr die Redaktion mit Lesern und damit natĂŒrlich auch mit Kritikern ins GesprĂ€ch zu kommen.

An Reaktionen mangelt es ohnehin nicht, Online-Chefin Nina Leßenich machte vorab einen klitzekleinen Exkurs in die Zuschriften. Die Berichterstattung wird mal als „tendenziös, einseitig, plump, disqualifiziert“, mal als „unertrĂ€glich oder kriminell“ empfunden. Fast immer ruft sie Emotionen aus, und das ist dann auch der Soundtrack fĂŒr die lebhafte zweistĂŒndige Diskussion im Medienhaus.

Der Anpfiff ist noch nicht verklungen, da springt gleich ein RWE-Mitarbeiter in der ersten Reihe auf, um Bilder von Polizisten, die mit FĂ€kalien im Forst ĂŒberkĂŒbelt wurde, im Publikum zu verteilen. Wenn es dann noch Restzweifel gegeben hat, dass es ein sehr munterer Abend wird, sind die gleich verflogen. Auch fĂŒr die Moderatoren Thomas Thelen und Amien Idries, Chefredakteur und stellvertretender Chefredakteur, ist das durchaus eine herausfordernde Aufgabe.

Der große Konflikt in der Region spiegelt sich auch an diesem Abend schnell wieder. „Das Grundproblem ist, dass alle Seiten Recht haben. RWE setzt geltendes Recht um, die Polizei hat Recht, weil sie rechtswidrige ZustĂ€nde beenden will, die UmweltschĂŒtzen haben Recht, weil sie sich dafĂŒr einsetzen, dass wir uns so schnell wie möglich vom Klimakiller Braunkohle verabschieden“, hatte Reporter Marlon Gego , der seit vielen Jahren ĂŒber das Braunkohlerevier fĂŒr diese Zeitung berichtet, schon eingeordnet.

Weil das so ist, kommt der Vorwurf der einseitigen Berichterstattung von allen Seiten, was fast ein Lob fĂŒr einen Journalisten ist. „Ich staune, wie ein und derselbe Artikel ganz unterschiedlich gelesen und interpretiert wird“, sagt ein Zuhörer. Mal gibt es Beifall aus der einen, mal aus der anderen Ecke. Kay Neumann zum Beispiel nennt sich „Aktivist“, er ist bei der RĂ€umung und der Ende-GelĂ€nde-Aktion vor ein paar Wochen im Forst gewesen. Er will den schnellen Ausstieg aus der Braunkohle. Sein Nebenmann, Helmut Alt, dagegen ist ein ausgewiesener Skeptiker der Energiewende, der mehr „Faktenwissen“ einfordert.

Es ist eine ungewöhnliche Veranstaltung, bei der sich viele Zuhörer zu Wort melden. Mal sind es persönliche Statement, mal gibt es ein Kompliment fĂŒr eine fundierte Berichterstattung, mal Fragen an die Redaktion. Es gibt in diesem Kontext vermutlich keine einfachen, aber auch keine richtigen Antworten. „Ich wĂŒrde mir mehr Unaufgeregtheit auch in den Artikeln wĂŒnschen“, sagt eine Leserin. Die Lager werden sich nicht einig an diesem Abend, das war auch nicht zu erwarten. Die eine Gruppe sorgt sich um Energiesicherheit und ArbeitsplĂ€tze, die andere um das Weltklima. Aber immerhin, man sitzt beisammen und hört sich zu.

Als die Veranstaltung offiziell schon zu Ende ist, geht sie inoffiziell weiter. Chefredakteur Thelen bedankt sich am Ende ausdrĂŒcklich und sagt: „Trotz aller Emotionen ist es uns gelungen, weitestgehend vernĂŒnftig miteinander ins GesprĂ€ch zu kommen. Das war die Idee. DafĂŒr herzlichen Dank!“

Kay Neumann und Helmut Alt tauschen am Ende ihre E-Mailadressen aus.



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